Viele Inhaberinnen und Geschäftsführer öffnen das Konto, sehen einen Betrag pro Klick und fragen sich, ob das normal ist. Was kostet ein Klick bei Google, lässt sich nicht mit einer festen Zahl beantworten. Der Klickpreis ist der Betrag, den Google abrechnet, wenn jemand auf Ihre Anzeige klickt. Er entsteht in einer Auktion und schwankt mit Wettbewerb, Suchbegriff, Anzeige und Zielseite.
Je nach Branche und Suche liegt der Preis mal bei einigen Cent und mal bei mehreren Euro. Eine Zahl, die für alle gilt, gibt es nicht. Dieselbe Frage „Was zahle ich pro Klick?“ kann je nach Situation völlig unterschiedliche Antworten haben.
Was kostet ein Klick bei Google ohne feste Preisliste
Google verkauft keinen festen Listenpreis für Klicks. In jeder Auktion bieten mehrere Anzeigen auf denselben Platz. Wer erscheint und was der Klick kostet, hängt von Gebot und Qualität ab, nicht von einer Tafel an der Wand.
Deshalb wirkt der Klickpreis Google Ads oft willkürlich, obwohl er einer Logik folgt. Ein Suchbegriff mit wenig Wettbewerb und klarer Absicht kann günstig wirken. Ein Suchbegriff, um den viele Anbieter mit ähnlichen Anzeigen ringen, wird teurer. Dieselbe Branche kann in zwei Regionen und bei zwei Formulierungen völlig unterschiedliche Beträge zeigen.
Eine einzige Antwort gibt es nicht, dafür klare Hebel. Mit ihnen können Sie den Preis beeinflussen, ohne Wunder zu erwarten.
Die vier Größen, die den Preis bewegen
Vier Faktoren erklären den Großteil der Schwankung:
- der Wettbewerb: wie viele andere wollen bei derselben Suche erscheinen und wie aggressiv bieten sie
- der Suchbegriff: wie klar die Absicht ist und wie teuer diese Absicht im Markt umkämpft wird
- die Anzeige: ob Text und Anzeigen-Assets (früher Erweiterungen) zur Suche passen und Menschen zum Klick einladen
- die Zielseite: die Seite, auf der Menschen nach dem Klick landen, und ob sie das Versprechen der Anzeige hält
Qualitätsfaktor und Klickpreis hängen nur indirekt zusammen. Der Qualitätsfaktor ist eine Diagnosezahl im Konto: Er zeigt, wie gut Anzeige, Suchbegriff und Zielseite bisher zusammengepasst haben. In der Auktion selbst bewertet Google die Anzeigenqualität bei jeder Suche neu. Wer dort gut abschneidet, kann bei gleichem oder sogar niedrigerem Gebot konkurrenzfähig bleiben. Eine schwache Kombination aus generischer Anzeige und unpassender Seite treibt den effektiven Preis nach oben oder kostet Sichtbarkeit.
Warum schwankt der Klickpreis von Tag zu Tag? Weil sich Wettbewerb, Uhrzeit, Gerät und verfügbare Plätze ändern. Die Auktion ist lebendig. Ein ruhiger Dienstagvormittag ist nicht dieselbe Auktion wie ein Montagmorgen in einer umkämpften Branche.
Was kostet ein Klick bei Google? Das hängt vor allem davon ab, wie umkämpft der Suchbegriff ist und wie gut Anzeige und Zielseite dazu passen.
Klickpreis verstehen, ohne die Abkürzung zu brauchen
In vielen Texten steht CPC. Gemeint ist genau der Klickpreis: cost per click, also die Kosten pro Klick. Für die Arbeit am Konto reicht das deutsche Wort. Wichtig ist die Einordnung, nicht die Abkürzung.
Der Klickpreis sagt nur, was ein einzelner Klick gekostet hat. Er sagt nicht, ob daraus eine Anfrage, ein Anruf oder ein Kauf wurde. Eine Conversion, also eine gezählte Handlung auf Ihrer Seite, ist die Messlatte hinter dem Klick. Ohne Conversion-Erfassung, die technische Messung dieser Handlungen, optimieren Sie auf billige oder teure Klicks und wissen trotzdem nicht, was zählt.
Billige Klicks auf unpassende Suchen sind teurer als ihr Betrag aussieht. Teure Klicks auf sehr klare Absicht können günstig sein, wenn daraus Aufträge werden. Aussagekräftig wird der Centbetrag erst im Zusammenhang mit der Anfrage.
Hypothetischer Rechenweg statt Marktzahlen
Statt erfundener Durchschnitte hilft ein Rechenweg mit gekennzeichneten Beispielwerten. Die Zahlen sind Platzhalter, keine Marktpreise.
Angenommen, Sie sehen im Konto für Suchbegriff A einen mittleren Klickpreis von 0,80 Euro als Beispielwert und für Suchbegriff B einen mittleren Klickpreis von 4,00 Euro als Beispielwert. Angenommen, von fünfzig Klicks auf A wird einer zu einer Anfrage, von zehn Klicks auf B wird einer zu einer Anfrage.
Dann kostet eine Anfrage aus A in diesem Beispiel 50 mal 0,80 Euro, also 40 Euro. Eine Anfrage aus B kostet 10 mal 4,00 Euro, also ebenfalls 40 Euro. Der „günstige“ Klick und der „teure“ Klick landen bei denselben Kosten pro Anfrage. Genau deshalb reicht die Frage nach dem einzelnen Klickpreis nicht.
Was kostet ein Klick bei Google? In diesem Beispiel wird das erst klar, wenn der einzelne Klick neben der Anfrage steht.
Ersetzen Sie die Platzhalter durch Ihre echten Kontowerte, sobald Messung und genug Daten vorliegen. Bis dahin bleiben vorsichtige Annahmen Annahmen.
Was Sie am Preis wirklich ändern können
Sie steuern nicht den Wettbewerb allein. Sie steuern, wofür Sie mitbieten und wie gut Anzeige und Zielseite passen.
Sinnvoll sind vor allem:
- Suchbegriffe schärfen und auszuschließende Suchbegriffe pflegen, also Wörter, bei denen Ihre Anzeige absichtlich nicht erscheinen soll
- Anzeigentexte schreiben, die denselben Begriff und dieselbe Absicht aufnehmen wie die Suche
- die Zielseite so bauen, dass Angebot, Region und nächster Schritt sofort klar sind
- Gebotsstrategie und Budget erst anpassen, wenn die Messung steht
An Suchbegriffen und Zielseite zu arbeiten senkt Streuverluste und verbessert oft die Qualitätssignale. Das kann den effektiven Klickpreis entlasten. Es garantiert keine Centzahl. Wer nur das Gebot hochdreht, ohne Qualität und Ausschlüsse, zahlt mehr für dieselbe Unschärfe.
Wann sich ein genauer Blick auf hohe Klickpreise lohnt
Ein hoher Betrag allein ist kein Problem. Genauer hinsehen sollten Sie, wenn:
- viele teure Klicks auf Suchen landen, die nicht zum Angebot passen
- die Anzeige etwas anderes verspricht als die Zielseite
- keine Conversion gezählt wird und niemand weiß, ob der Klick etwas gebracht hat
- das Tagesbudget, also der Betrag, den Google im Monatsschnitt pro Tag ausgeben soll, nach wenigen Klicks aufgebraucht ist, ohne dass Lernen entsteht
Dann ist die Frage nicht „Sind 8 Euro zu viel?“, um einen Beispielwert zu nehmen, sondern „Für welche Suche habe ich diese 8 Euro bezahlt, und war diese Suche jemals ein Kunde?“ Den Suchanfragenbericht zu lesen, also die Liste der tatsächlichen Suchen, beantwortet das konkreter als jede Preistabelle.
Beim Tagesbudget gilt: An einzelnen Tagen kann Google bis zum Doppelten ausgeben, abgerechnet wird im Monat bei den meisten Kampagnen aber höchstens das 30,4-Fache des Tagesbudgets. Wenn Sie den Wert neu ansetzen wollen, können Sie Ihr Tagesbudget aus Klickpreis und Ziel berechnen.
Was daraus folgt
Was kostet ein Klick bei Google? So viel, wie Wettbewerb und Qualität in dieser Auktion ergeben, für genau diesen Suchbegriff und diese Anzeige. Eine feste Antwort gibt es nicht. Eine brauchbare Antwort entsteht, wenn Sie Klickpreis, Suchbegriff und gemessene Handlung zusammen lesen.
Wenn Sie Schwankungen in Ihrem Konto einordnen wollen, reichen zwei, drei Sätze zu Branche, Region und dem, was Sie im Bericht sehen. Schreiben Sie an mail@freelancer-sea.de. Auf der Seite zu Suchnetzwerk-Kampagnen finden Sie den nächsten Schritt und können an Suchbegriffen und Zielseite arbeiten.
Ich bin Salvatore Gallace, Freelancer für Google Ads in Konstanz. Konzept und Umsetzung kommen aus einer Hand. Wenn ein Klickpreis für Ihre Lage nicht trägt, weil die Suchen nicht passen, sage ich das, bevor mehr Budget in dieselbe Auktion fließt.