Google Ads Kosten wirken auf dem Angebot oft wie eine einzige Zahl. Darin stecken dann Werbegeld an Google und Arbeitshonorar in einer Summe. Angebote lassen sich so nicht vergleichen, weil niemand weiß, wie viel am Ende wirklich für Klicks bleibt und wie viel für Kontoarbeit bezahlt wird.
Werbebudget und Honorar sind zwei verschiedene Dinge. Das Werbebudget ist das Geld, das direkt an Google fließt. Das Honorar ist die Bezahlung für die Arbeit am Konto. Beides gehört in getrennte Zeilen, sonst wissen Sie nicht, wofür Sie zahlen.
Warum eine Mischsumme Angebote unbrauchbar macht
Eine Agentur oder ein Freelancer nennt Ihnen eine Monatspauschale. Darin steckt angeblich „alles“. Was fehlt, ist die Aufschlüsselung. Sie wissen dann nicht:
- wie viel davon Google tatsächlich abrechnet
- wie viel für Aufbau, Pflege und Auswertung gedacht ist
- ob das Werbebudget steigen darf, ohne dass das Honorar mitsteigt
- ob Sie bei einem Wechsel des Anbieters noch Zugriff auf Konto und Daten haben
Ohne diese Trennung vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Ein günstiges Gesamtpaket mit winzigem Werbebudget liefert wenig Reichweite. Ein teures Paket mit großzügigem Werbebudget kann trotzdem schlechte Suchbegriffe kaufen, wenn niemand den Suchanfragenbericht liest, also die Liste der tatsächlichen Suchen, für die Ihre Anzeige erschienen ist.
Angebote werden erst vergleichbar, wenn beide Posten getrennt stehen und der Umfang der Arbeit in normalen Sätzen beschrieben ist. Eine Zahl allein sagt weder, was Google bekommt, noch was am Konto passiert.
Was das Werbebudget wirklich bezahlt
Das Werbebudget geht an Google. Es finanziert Klicks und, je nach Kampagnentyp, auch Sichtkontakte. Der Klickpreis ist der Betrag, den Google abrechnet, wenn jemand auf Ihre Anzeige klickt. Er schwankt mit Wettbewerb, Suchbegriff, Qualität der Anzeige und Zielseite.
Aus dem Werbebudget werden keine Texte geschrieben, keine auszuschließenden Suchbegriffe gepflegt und keine Conversion-Erfassung eingerichtet. Conversion-Erfassung meint die technische Messung der gewünschten Handlungen auf Ihrer Seite, zum Beispiel Formular oder Anruf. Das Werbebudget bezahlt nur die Ausspielung.
Wichtig für die Buchhaltung: Google stellt die Werbekosten dem Kontoinhaber in Rechnung, sofern das Konto bei Ihnen liegt. Das ist der Normalfall und der saubere Fall. Liegt das Konto beim Dienstleister, verlieren Sie bei einem Wechsel oft Sicht und Historie. Werbebudget und Kontozugang gehören deshalb von Anfang an zu Ihnen.
Was das Honorar bezahlt
Das Honorar bezahlt Arbeit. Dazu gehören typischerweise:
- Aufbau oder Umbau der Kampagnenstruktur
- Auswahl und Pflege der Suchbegriffe und Anzeigengruppen, also der Schubladen, in denen zusammengehörende Suchbegriffe und Anzeigen liegen
- Texte für Anzeigen und Prüfung der Zielseite
- laufendes Lesen des Suchanfragenberichts und Ausschluss von Suchen, die nie zum Kunden führen
- Einrichtung und Kontrolle der Conversion-Erfassung
- Auswertung und Anpassung von Gebotsstrategie und Budgetverteilung
Der Umfang entsteht nach einem Blick auf Konto und Ziel. Einen festen Listenpreis für Beratung oder Betreuung nenne ich deshalb nicht. Was zählt, ist, welche Bausteine fehlen und wie oft das Konto ernsthaft gelesen werden muss. Ein kleines Suchkonto mit klaren Leistungen braucht weniger Stunden als ein Shop mit Shopping-Kampagne, Merchant Center und mehreren Regionen.
Wenn Kapazität oder Zeitpunkt nicht tragen, sage ich das vorher. Ein Auftrag, der nur Geld verbrennt, hilft niemandem.
Wie Sie Budget rechnen statt raten
Raten führt zu Monatsrechnungen, die überraschen. Rechnen braucht wenige Größen. Der Weg sieht so aus, als Rechenweg mit eingesetzten Beispielwerten, nicht als Marktpreis:
- Schätzen Sie, wie viele Anfragen oder Käufe Sie im Monat sinnvoll bearbeiten können.
- Schätzen Sie, wie viele Klicks Sie dafür brauchen. Wenn von zehn Klicks einer zu einer Anfrage wird, brauchen Sie für zehn Anfragen rund hundert Klicks. Das Verhältnis kennen Sie oft erst nach ein paar Wochen Messung; bis dahin bleiben vorsichtige Annahmen.
- Multiplizieren Sie die gewünschte Klickzahl mit einem vorsichtigen Klickpreis aus dem Konto oder aus dem Keyword-Planer von Google. Beispiel: 100 Klicks mal 2 Euro ergeben 200 Euro Werbebudget im Monat.
- Teilen Sie den Monatsbetrag durch die Tage, an denen geworben werden soll. So entsteht ein Tagesbudget, also der Betrag, den Google pro Tag höchstens ausgeben soll.
Die eingesetzten Zahlen sind Platzhalter für Ihren Rechenweg. Sie sind keine Branchendurchschnitte und kein Versprechen. Sobald echte Klickpreise und echte Conversion-Zahlen aus Ihrem Konto vorliegen, ersetzen Sie die Platzhalter.
Fehlt die Conversion-Erfassung, bleibt jeder Rechenweg Meinung. Dann wissen Sie nur, dass geklickt wurde, nicht ob jemand angerufen oder ein Formular abgeschickt hat. Messung gehört vor große Budgeterhöhungen.
Was Angebote ehrlich ausweisen sollten
Ein brauchbares Angebot nennt mindestens:
- Werbebudget an Google, getrennt vom Honorar
- wer das Google-Ads-Konto besitzt und wer Zugriff hat
- welcher Kampagnentyp zuerst kommt und warum
- welche Handlungen gemessen werden
- was im vereinbarten Umfang regelmäßig passiert und was nicht
Was Sie meiden sollten: Pauschalen ohne Aufschlüsselung, Versprechen fester Platzierungen, und Formulierungen, in denen „alles inklusive“ das Werbebudget verschluckt. Auch Prozentsätze vom Werbeumsatz als einziges Modell machen den Anreiz schief: Mehr Ausgabe an Google bedeutet dann automatisch mehr Honorar, unabhängig davon, ob die Suchen besser werden.
Ich arbeite mit klarem Umfang und getrenntem Werbebudget. Das Honorar hängt an der Arbeit, nicht an einem versteckten Anteil Ihrer Google-Rechnung.
Wann sich der Aufwand lohnt und wann nicht
Google Ads Kosten tragen eher, wenn das Angebot klar ist, die Region stimmt und Anfragen oder Käufe überhaupt gemessen werden können. Dann lässt sich das Werbebudget anpassen, ohne Blindflug.
Finger weg oder zumindest warten, wenn:
- niemand sagen kann, welche Handlung zählt
- die Zielseite nach dem Klick nicht erklärt, was als Nächstes passiert
- das Werbebudget so klein geplant ist, dass schon wenige teure Klicks den Monat leerfegen, bevor überhaupt gelernt wurde
- Sie nur eine Mischsumme bekommen und niemand den Suchanfragenbericht lesen will
In solchen Fällen spart eine ehrliche Absage Geld. Lieber erst Messung und Angebot klären, dann werben.
Was daraus für Sie folgt
Fragen Sie bei jedem Angebot nach den Google Ads Kosten in zwei Zahlen und einem Satz zum Umfang: Wie viel Werbebudget geht an Google, wie viel Honorar an die Arbeit, und was passiert konkret am Konto. Ohne diese Trennung bleibt jeder Vergleich Zufall.
Wenn Sie Ihr bisheriges Angebot oder Ihr laufendes Konto so aufschlüsseln wollen, reichen mir zwei, drei Sätze zu Leistung, Region und bisheriger Kostenstruktur. Schreiben Sie an mail@freelancer-sea.de. Auf der Seite zur monatlichen Betreuung finden Sie den nächsten Schritt zur laufenden Kontoarbeit ohne Listenpreis.
Ich bin Salvatore Gallace, Freelancer für Google Ads in Konstanz. Konzept und Umsetzung kommen aus einer Hand. Google Ads Kosten nenne ich als Werbebudget und Honorar getrennt, auch wenn eine Mischsumme auf dem Papier schöner aussieht.